Sonntag, 15. Januar 2012

Orange





Orange


Citrus x sinensis
Citrus x aurantium 

„…im dunklen Laub die Goldorangen glüh`n…"

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Manchmal glaubt man, es gäbe nichts Schlimmeres: Nach der Skitour auf dem Gipfel angekommen gegen den Durst nichts anderes dabeizuhaben als eine halbgefrorene, mit dünner Schale versehene, tropfende, bitter schmeckende, weil überreife Blutorange, die man sich mit steifgefrorenen Fingern mühsam einverleibt, um danach die Abfahrt mit einen gefühlten Eisklumpen im Magen anzutreten. Manchmal glaubt man, es gäbe nichts Schöneres: nach dem Langlaufen heimkommen und seinen Durst mit einer süßen, saftigen, leicht schälbaren und schön temperierten Navelorange zu stillen. Ja, ohne die glühende Goldorangen wären die Winterfreuden nur halb so freudig!
Die Orange stammt aus dem Orient, aus China, Malaysia, Indien, Thailand. Die chinesischen Kaiser ließen schon vor mehr als 4.000 Jahren Orangen anbauen.

kleine Frucht einer wilden Orange


Die Araber brachten die Orange im 7. Jahrhundert nach Sizilien. Lange Zeit waren die Orangen nur Zierplanzen in den Gärten der Oberschicht, weshalb die Sizilianer die Orangenplantagen heute noch giardini nennen. Die Araber bauten nur die Bitterorange oder Pomeranze an. Die süße Orange brachte erst Vasco da Gama um 1500 nach Portugal. Von dort aus verbreitete sich die Orangenkultur im Laufe der Zeit in alle Welt, vor allem auch nach Nord- und Südamerika. Heute ist die Orange das meistangebaute Obst der Welt. Und die Araber bezeichnen die Orange als burtuqal, von Portugal, obwohl das Wort Orange vom arabischen narandsch kommt. Sowohl die eigentliche Orange als auch die Bitterorange sind Kreuzungen aus der Pampelmuse (Citrus maxima) und der Mandarine (Citrus reticulata). Deshalb schreiben wir heute Citrus x sinensis und Citrus x aurantium. Der erste Namengeber der Orangen war Carl von Linné.

Die Orange ist ein immergrüner, mit Dornen versehener Baum, der bis 10 m hoch wird. Die Blätter sind glänzend dunkelgrün, oval, in eine abgestumpfte Spitze auslaufend. Die duftenden weißen Orangenblüten im Brautkranz sind Symbol für Reinheit und Jungfräulichkeit der Braut. Die Sizilianer nennen die Orangenblüte zagara – daraus stammt der berühmte miele di zagara, der Orangenblütenhonig.

Blüten für Brautstrauß und Honig


Die Orangen blühen und fruchten zugleich – in Europa im Winter und Frühling. Die grün-orange-weiße Farbkombination verleiht dem Orangenbaum seinen besonderen ästhetischen Reiz.

 Zwoa Pfund Oraahschn
Im Deutschen gibt es die zwei Bezeichnungen Orange und Apfelsine („appelsien“, der Apfel aus China im Niederländischen).Ursprünglich sagte man Orange nur in Süddeutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Heute breitet sich die Orange immer weiter aus. Auch in Norddeutschland gibt es kaum noch Apfelsinen-, sondern nur noch Orangensaft. Vermutlich klingt die Orange französischer, „feiner“. Und in den neuen Bundesländern klingt die Apfelsine nach der alten DDR. In Südtirol sagt man Oranschn und in Bayern fragt sich der Tourist, ob die Marktfrau mit dem gebellten Oraahschn etwas Unanständiges gesagt hat.
Es gibt weltweit Hunderte von Orangensorten. So sind im Mittelmeerraum die Jaffa-  und die Valencia- Orange weit verbeitet. Die Navelorangen (ursprünglich Bahia – Orangen) wurden in Brasilien gezüchtet. Sie sind leicht schälbar und haben eine kleine abortierte Tochterfrucht an der Spitze. Die rote Farbe der Blutorangen stammen von Anthocyanen, die für rote und blaue Farben zuständigen Pigmente im Pflanzenreich (s. auch den Artikel über den Schwalbenwurzenzian im Eulenblick vom September 2010). Die Blutorangen – mit den bekannten Sorten Moro und Tarocco – stammen vor allem aus Sizilien, von den Hängen des Ätna.
Mit der abortierten Tochterfrucht: Navelorange

Die mit Abstand führenden Orangenproduzenten sind Brasilien und die USA. Dort werden Orangen vor allem in Florida und Kalifornien angebaut. Die meisten Orangen gehen in die Saftproduktion. Im oscargekrönten Film Chinatown  von Roman Polanski geht es um Korruption und Mord im Kampf um Wasserrechte zur Bewässerung der Orangenplantagen im Orange County nördlich von Los Angeles in den dreißiger Jahren. In einer Szene sieht man Jack Nicholson durch die Reihen der Orangenbäume mit seinem Auto seinen Verfolgern davonfahren.

General Steubens Bäumchen

In den Gewächshäusern des Botanischen Gartens München steht an prominenter Stelle, links hinter dem Eingang, ein historisches Pomeranzenbäumchen:
 


Pomeranzen sind Bitterorangen. Ihre Früchte sind etwas kleiner als die der Süßorangen, das Fruchtfleisch ist sauer, die Häutchen schmecken bitter. Die Schale der Bitterorange ist dick und etwas uneben. Aus ihr wird Orangeat hergestellt und ein ätherisches Öl, das Petitgrain. Und natürlich die – für mich – teuflisch gute englische Orangenmarmelade. Auch Pomeranzen waren beliebte Zierpflanzen in den Gärten des Adels; Orangerien ein besonderes Status- und Herrschaftssymbol.
Pomeranzen auf der Reise nach Prag

In der berühmten Novelle Mozart auf der Reise nach Prag von Eduard Mörike rankt sich die Handlung um eine Episode, in der ein Pomeranzenbäumchen der Anlass für eine „unerhörte Begebenheit“ (Goethe) ist. Mörike flicht Historisches in die Handlung: 1787 reiste Mozart mit seiner Frau Konstanze nach Prag, zur Uraufführung seiner Oper Don Giovanni. Erdichtet ist die Ankunft Mozart im Schlosspark eines Grafen von Schinzberg. Gedankenverloren, an Melodien denkend, pflückt Mozart eine Frucht von einem Pomeranzenbaum. Vom Gärtner erwischt, sich mit einem Billet beim Grafen entschuldigend, werden Herr und Frau Mozart ins Schloss eingeladen, wo am selben Tag die Feier zur Verlobung der Tochter Eugenie stattfindet. Wir erfahren, dass die Pomeranzen abgezählt waren; die neun Früchte symbolisieren die Musen. Ein heiteres Rokoko – Schlossfest mit Musik und Gesprächen lässt Mörike vor unseren Augen erstehen, aber auch eine untergründige Melancholie, die den frühen Tod Eugenies (und Mozarts) antizipiert.
Der hundertjährige Pomeranzenbaum ist das Symbol für die dynastische Kontinuität einer feudalen Familie. Tatsächlich waren Orangenbäume und Orangerien beliebte Statussymbole auch in Renaissance und Barock; die göttliche Frucht ein Statement zur Unveränderlichkeit der Herrschaftsansprüche und zum direkt von Gott kommenden Auftrag zur Herrschaft. Ist Mozarts Griff nach der verbotenen Frucht ein Akt der Rebellion? Immerhin soll auch Don Giovannis unbotmäßiger Diener Leporello eine Anspielung auf die kommende Französische Revolution sein.


Samstag, 17. Dezember 2011

Mistel

Pflanze des Monats Dezember


Ein Halbschmarotzer

Keine Aufregung! Angela Merkel hat diesen Ausdruck nicht auf die Bürger der PIIIGS (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) gemünzt! Der Halbschmarotzer, um den es hier geht, ist vielmehr eine in der Weihnachtszeit beliebte Pflanze: die

Mistel
Viscum album






































Pappelkrätze? Nein, Misteln. In Froschhausen bei Murnau.             Foto Wolf Schröder

Aus den kahlen Kronen von Pappeln, Ahornen und Apfelbäumen stechen sie jetzt besonders hervor: die immergrünen Gebilde der Mistel. Ihre ledrigen grünen Blätter betreiben Photosynthese – das bedeutet, dass die Mistel die Energie für ihren Stoffwechsel in Form von Traubenzucker selbst herstellt, so wie alle grünen Pflanzen. Doch mit ihren Wurzeln dringt sie in die Leitungsbahnen der Bäume ein und saugt dort Wasser und Salze heraus. Deshalb ist sie ein Halbschmarotzer. Die Mistel hat kleine ledrige, gelbgrüne Blätter. Sie bilden im Juli/August ihre unscheinbaren Blüten aus und im Winter die weißlichen, klebrigen Samen. Die können erst keimen, wenn sie im Darm eines Vogels vorverdaut wurden. Eichelhäher, Spechte und besonders die Misteldrossel verbreiten die Samen, an denen noch klebrige Reste haften, auf den Wirtsbäumen. Keimende Samen bilden zuerst eine kleine Scheibe aus, die auf der Rinde haftet. Daraus wächst eine Senkwurzel, ein Haustorium, das in den Wirtsbaum eindringt. Daraus bilden sich echte Wurzeln, die die Mistel fest verankern. Mit der Zeit wachsen die Misteln zu kugelförmigen Gebilden heran, die 1 Meter Durchmesser erreichen können. Normalerweise halten die Wirtsbäume den Mistelbefall gut aus; bei starkem Befall können Äste oder sogar der ganze Wirtsbaum absterben.






































Wer findet das Haustorium?


 Miraculix‘ Zaubertrank

Wir, die wir unsere mythologische Grundausbildung aus den Asterix – Heften haben, wissen, dass der Zaubertrank, in den Obelix als Baby gefallen war, vom Druiden Miraculix aus der Mistel gebraut wurde, die er mit seiner goldenen Sichel aus den Bäumen schnitt. Für die Gallier, die Kelten also, war die Mistel die heiligste aller Pflanzen. Jacques Brosse zitiert in seinem Buch „Mythologie der Bäume“ Plinius den Älteren: „…sollte die Bewunderung, welche man in ganz Gallien dem Mistelzweige entgegenbringt, nicht übersehen werden. Die Druiden … achten nichts heiliger als die Mistel …Sie glauben nämlich, was auf diesen Bäumen wächst, sei vom Himmel gesandt und ein Zeichen, dass der Baum vom Gotte selbst erwählt sei. Die Mistel ist sehr selten anzutreffen, wird sie aber gefunden, dann pflückt man sie mit aller Feierlichkeit.“

Eine Pflanze, die den Boden nicht berührt und hoch in den Bäumen wächst, ist dem Himmel verbunden und den Göttern nah. Die Priester der Kelten, die Druiden, schnitten sie mit besonderen liturgischen Werkzeugen vom Baum – die Überlieferung spricht von goldenen Sicheln. Wie andere immergrüne Pflanzen auch, war die Mistel ein Symbol für ewiges Leben und ewige Liebe. Das weihnachtliche Küssen unterm Mistelzweig in England und Amerika geht auf diese alte Überzeugung zurück. Die über der Haustür aufgehängte, von den Druiden verteilte Mistel, war zugleich ein Abwehrzauber gegen böse Geister.

Die Mistel war auch die wichtigste Heilpflanze der Kelten. Sie sollte vor allem gegen Epilepsie helfen – die Pflanze, die den Boden nicht berührt, bewahrt auch den Kranken davor, hinzufallen.






















Miraculix' Werkzeug: die goldene Sichel



Runen und Raunen

Man nehme 300 g Mutter Erde, 1 Prise Mythologie, 1 Glas Druidengeist, 1 Tüte Backpulver für die Levitation, fertig ist der Eso-Schmarren. Wir servieren ihn an Mistelzweig. Zum Nachtisch gibt’s Kraftplätzchen.

Wo Kelten und  Druiden, da Esoteriker. Für die soll die arme Mistel ein Wunderkraut sein und gegen alles helfen - von der Hysterie über aufgerissene Haut, Frostbeulen, Darmkolik bis zu – natürlich – Epilepsie. Immer wieder kolportiert, doch nie nachgewiesen, ist die Wirksamkeit der Mistel gegen Krebs. Alternativ, ganzheitlich, sanft soll die Misteltherapie sein; sie weckt die Hoffnungen Verzweifelter, ohne ihre Versprechungen plausibel begründen zu können.

Samstag, 12. November 2011

Edelkastanie

Edelkastanie
Castanea sativa


Auf zum Törggelen

Durch die Fußgängerzonen zieht jetzt wieder der rauchige Duft der Maronibratereien. Die gebratenen Kastanien, kross, süß und sättigend, gehören zum Besten, was der Herbst zu bieten hat. In Südtirol kosten die Leute beim Törggelen die Köschtn und den neuen Wein. Die Nomenklatur der Kastanien ist etwas verwirrend: In Südtirol heißen sie Köschtn; Maroni oder Maronen in Deutschland und Österreich. In Italien sind geröstete Kastanien die caldarroste. Castagne sind die wilden Früchte aus dem Kastanienwald, die marroni kommen aus dem marroneto, dem Kastanienhain, in dem die veredelten Kastanienriesen stehen. Doch dazu weiter unten mehr. Mit der Rosskastanie, dem Baum der bayerischen Biergärten, ist die Edelkastanie nicht verwandt. Nur die Kastanienigel ähneln sich oberflächlich.
Die Kastanien sind die Früchte der Edelkastanie, Castanea sativa. Dieser Baum ist eine seit Jahrtausenden vom Menschen genutzte Kulturpflanze. Sein natürliches Verbreitungsgebiet ist kaum noch feststellbar. Wahrscheinlich kommt die Edelkastanie ursprünglich aus Südeuropa und Kleinasien. Das Anbaugebiet geht von Westeuropa und England über Deutschland bis nach Südrussland. In Deutschland gibt es Keschten im Pfälzer Wald (Haardt), im Rheintal und im Taunus, also in wärmeren Gegenden, denn die Edelkastanie will ein gemäßigtes Klima. Nicht zu trocken und nicht zu nass soll es sein, Spätfröste und Dürre nimmt sie ebenfalls übel.
Nur oberflächlich der Rosskastanie ähnlich
Besonders weit verbreitet war die Kastanie in den tieferen Lagen der Westalpen (Savoyen, Piemont, Lombardei) und den mittleren Lagen des Apennin (Toskana, Ligurien, Kalabrien, Kampanien). Sie steigt von 1000 Meter im nördlichen Apennin bis auf 1500 Meter in Sizilien. In Südtirol finden wir sie bis auf etwa 800 Meter.

Die Edelkastanie ist ein sehr langlebiger Baum; sie kann 400 bis 500 Jahre alt werden. Die majestätischen Kastanien der Marroneti nehmen oft riesige Ausmaße an mit Durchmessern von sechs bis 8 Metern.
Die Blätter der Edelkastanie sind groß, 15 bis 25 cm lang, spatelförmig und gezähnt. Die Blüte erfolgt sehr spät im Juni. Dann leuchten die weißlichen, bis 20 cm langen männlichen Blütenkätzchen aus den Kronen. Aus dem Pollen entsteht der kräftig-herbe Kastanienhonig. Es gibt rein männliche Blütenkätzchen und Zwitterblüten, wo an der Basis der Kätzchen die kleinen weiblichen Blüten sitzen, aus denen bis zum Herbst die stacheligen Früchte heranreifen.
Schon in der Antike wurde die Edelkastanie vom Menschen genutzt und angepflanzt. Die Griechen brachten sie nach Süditalien, in die Magna Graecia. Nach England kam sie mit den römischen Legionären, die Kastanien als staple food mit sich führten. Seit dem Mittelalter ist die Verbreitung der Kastanie durch die Benediktiner bekannt.
In der langen Zeit der Nutzung durch den Menschen entwickelte sich eine Reihe von hochdifferenzierten Kulturtechniken rund um den Anbau und die Verarbeitung der Edelkastanien. Der Baum tritt uns im Kastanienwald entgegen, der vor allem der Holzgewinnung dient und im Kastanienhain, aus dem die Maroni kommen.
Mathilde von Canossa, weise Förderin der Edelkastanie
Brotbaum der Bergbewohner
Im Mittelalter erfuhr die Edelkastanie eine große Ausdehnung ihres Anbaugebietes. Die Bevölkerung wuchs; die Siedlungen dehnten sich bis in die Berge aus. Hier, im kühlen Klima, reifte das Getreide nicht mehr, die Menschen gewannen ihr Mehl aus der Kastanie. Das Kastanienmehl, zu Polenta verkocht, war das Grundnahrungsmittel. Die Kastanien stammten aus dem Marroneto, dem Kastanienhain, in dem riesige Kastanien in regelmäßigen Abständen stehen. Dazwischen weideten Schafe; sie hielten das Gras kurz und bewahrten den Hain vor Bränden. Die Bauern bewirtschafteten den Marroneto wie einen Garten – sie beschnitten die Kronen der Kastanien, entfernten tote Äste, entbuschten und entsteinten die Flächen. Die Blätter der Bäume dienten als Einstreu im Stall und als - nicht sehr hochwertiges - Futter. Die Verteilung der Bäume auf der Fläche unterliegt Regeln, die seit fast 1000 Jahren gelten. In Italien heißt der Pflanzabstand matildico, nach der großen Mathilde von Canossa (1046 – 1115), der Markgräfin von Tuszien (Toskana) und der Emilia – Romagna, die als Vermittlerin im Investiturstreit zwischen Papst und Kaiser, der 1076 im „Gang nach Canossa“ Heinrichs IVendete, in die Geschichte einging. Doch Mathilde trieb auch die Kolonisierung der Berge in ihrer Markgrafschaft voran. Im mathildischen Kastanienhain stehen die Kastanienbäume in Abständen von ca. 10 Meter zueinander. So frei stehend, können die Kastanien ihre riesigen Kronen ausbreiten und viele Kastanien produzieren.
Ein mathildischer Kastanienhain

San Michele – una cria nel paniere
An Michaeli eine Kastanie im Brotkorb
Das Hauptprodukt der Kastanienhaine war das Kastanienmehl. Jede bäuerliche Familie hatten ihre Anbaufläche; alle Mitglieder arbeiteten bei der Ernte mit. Stichtag für den Beginn der Ernte war das Fest des Erzengel Michael am 29. September. Die Früchte wurden entweder vom Boden aufgelesen oder mit Stangen von den Bäumen geschlagen.
In den Kastanienhainen Italiens oder in den Dörfern stehen oft die alten metati, die Dörröfen, in denen die Kastanien getrocknet wurden. Durch eine Luke warf man eine Schicht frischer Kastanien von 10 – 20 cm Höhe  auf leicht auseinanderliegende Holzstangen. Darunter brannte einen Monat lang Tag und Nacht ein niedriges Feuer aus Kastanienholz, das die Kastanien trocknete. Zum Schälen kamen die Kastanien in große Körbe; die Leute zerstampften sie mit Nagelbrettern, die sie an den Füßen trugen. Der Metato wurde Tag und Nacht bewacht, um Brände und Diebstahl zu verhindern. Diese Zeit war ein Fest für die Menschen: um das Feuer wurde die veglia, die Nachtwache gehalten, man aß Kastanien, trank Wein  und erzählte die alten Sagen und Geschichten aus den Bergen. Die getrockneten Kastanien wurden in der Mühle zu Mehl vermahlen. 100 kg getrocknete Kastanien ergaben 90 kg Mehl.

Zeuge der alten Kastanienkultur: der Metato
Es gibt sehr viele Sorten von Kastanien. Die wichtigste Unterschiedung ist jene zwischen Mehl- und Röstkastanien, den Marroni. Letztere weisen einen höheren Eiweißgehalt auf; aus ihnen gewonnenes Mehl würde schnell verderben. Kastanienhaine, die Marroni produzieren, stehen vor allem in der Nähe der Städte, in die die Marroni geliefert werden.
In meinem alten Botanikbuch sind Mehlkastanien und Marroni so unterschieden:
Marroni – 1-2 Früchte pro Igel, das Häutchen ist dünn, faltet sich nicht ins Innere der Frucht; leicht schälbar;
Kastanien 2-4 Früchte pro Igel, dunklere Schale und ein Häutchen, das sich in die Frucht hineinfaltet; schwer schälbar.

Stöcke schlagen aus
Laubbäume haben die Fähigkeit, sich nicht nur aus dem Samen zu erneuern, sondern auch aus sogenannten Stockausschlägen: Wenn ein Baum gefällt wird, treiben aus ruhenden Knospen in seiner Rinde aus dem Baumstrunk neue Triebe aus. Ein solcher Wald wird Niederwald genannt. Im Mittelmeerraum und am Balkan hatten Niederwälder vor allem eine sehr große Bedeutung als Brennholzlieferanten. In Mittel- und Nordeuropa kam das Brennholz hauptsächlich von Nadelbäumen wie der Fichte. In Deutschland gab es Buchenniederwälder vor allem in der Nähe von Hüttenwerken und Glashütten. In Niederwäldern wurde aber auch Bau- und Werkholz für die verschiedensten Zwecke gewonnen.

Riesiger Kastanienstock mit Stockausschlägen
Auch Kastanienwälder sind meist Niederwälder. Dort ist der Mensch nicht an den Früchten interessiert, sondern am Holz. Ein Niederwald kann in relativ kurzen Abstanden, zwischen 10 und 25 Jahren etwa, immer wieder genutzt, „auf den Stock gesetzt“ werden. Kastanienwälder wurden typischerweise im 7jährigem Abstand eingeschlagen, zur Gewinnung von Pfählen für den Weinbau. Mit der Zeit bildeten sich riesige, innen hohle Kastaniestöcke, an deren Rändern die neuen Stockausschläge wuchsen. Heute stützen Betonsäulen die Reben, Kastaniewälder werden seltener genutzt, manchmal nur noch alle 50 Jahre.
Produkte aus dem Kastanienniederwald
Kastanie am Ende?
Um die Mitte des letzten Jahrhundert hatte ein scheinbar unaufhaltsamer Niedergang der Edelkastanie eingesetzt. 1938 landeten im Hafen von Neapel Munitionskisten aus Kastanienholz aus den USA. Das Holz war mit einem Pilz infiziert, dem Kastanienrindenkrebs Endothia parasitica. Der Krebs stammte ursprünglich aus China und hatte im Osten der USA, in den Appalachen, den dortigen Chestnut Tree ausgerottet. Der Kastanienrindenkrebs begann in allen europäischen Kastanienwäldern zu wüten. Gleichzeitig setzten Industrialisierung und Landflucht ein, Haine und Wälder wurden vernachlässigt, ihre Pflege hörte auf. Die mehrtausendjährige Kastanienkultur schien verloren. Heute breitet sich unter Experten wieder vorsichtiger Optimismus aus: Kastanienwälder entwickeln widerstandsfähige Stockausschläge, bilden unter der Rinde eine schützende Korkschicht gegen das Pilzgewebe aus. Auch die Pflege alter Marroneti und die Anlage neuer nimmt zu: es gibt einen guten Markt für hochwertige Marroni in ganz Europa. Aus dem Mugello nördlich von Florenz kommt z.B. die von der EU geförderte eingetragene Marke Marrone del Mugello I.G.P. Wer Kastanien isst, trägt bei zum Erhalt und zur Pflege der Kastanienhaine mit ihren Jahrhunderte alten Baumriesen. In diesem Sinne: auf zum Törggelen!
Ein gefährlicher Parasit: der Kastanienrindenkrebs


Dienstag, 18. Oktober 2011

Wermut

Wermut, Sagebrush, Génépi - drei Pflanzen, die es in sich haben

Im Oktober widmet sich der Eulenblick der Gattung Artemisia, benannt nach Artemis, der griechischen Göttin der Jagd. Im Deutschen tragen die Artemisia-Pflanzen auch den schönen Namen "Edelraute" oder "Beifuß". Sie sind meist aromatisch; enthalten ätherische Öle und Bitterstoffe. Sie wurden deshalb seit jeher als Heilpflanzen verwendet, aber auch bei rituellen Handlungen eingesetzt.


Ährige Edelraute Artemisia genipi

Aufstiegshilfe für Bergsteiger?

Vor kurzem war ich in den italienischen Westalpen, im Valle Maira, beim Bergsteigen. Unser Bergführer H., ein Freund aus Kindertagen, befolgte jeden Abend ein kleines Ritual, dem andere unserer Gruppe bald folgten: nach dem Essen gab es ein Verdauungsschnäpschen, einen Génépi. Das ist ein Kräuterlikör aus der Ährigen oder Schwarzen Edelraute, Artemisia genipi. Der Génépi wird überall in den französischen und italienischen Westalpen und in Teilen der Schweiz, z.B. im Wallis, getrunken.





Die wilde Ährige Edelraute kommt in den Alpen vor, von Frankreich über Italien, die Schweiz, Österreich bis nach Slowenien. Sie wächst in den Höhenlagen der Berge bis auf 3800 m, auf Schuttböden und Kalkschiefer. Ihr unverzweigter Stängel wird um die 20 cm hoch. An seinem Ende findet sich der Blütenstand, in dem die gelben Blütenkörbchen und Blätter sich abwechseln. Blätter und Stängel sind gräulich-grün und filzig behaart.


 Der Likör wird hergestellt, indem man die mazerierten (zerstampften) Pflanzen in Alkohol ansetzt. Nachdem die Ährige Edelraute, anders als etwa Wermut, keine Bitterstoffe enthält, muss man die Aromastoffe nicht erst durch Destillation trennen. Die Aromastoffe aus der Edelraute lösen sich im Alkohol.

Die Pflanze wird gesammelt, aber auch angebaut. In der Valle Maira liegen Felder mit der Ährigen Edelraute.


                                        Aufstiegshilfe Génépi: In der Valle Maira


Gemeiner Wermut Artemisia absinthium

...und bitter schmeckt der Wermuttee

Mit dieser Zeile endete ein Gedicht aus einem meiner Kinderbücher. Davor war von Kindern die Rede, die sich mit Kuchen, Schokolade und Bonbons (bayerisch: Guatseln, tirolerisch: Zuggerlen) vollstopften und davon Bauchweh bekamen, Die Strafe folgte auf dem Fuß, denn bitter schmeckt.....

Hier tritt uns der Wermut (Artemisia absinthium) als Heilpflanze entgegen. Er kam schon in der Antike als Heilpflanze zur Anwendung und im Mittelalter empfahl ihn natürlich auch die unvermeidliche Hildegard von Bingen bei Blähungen und Verstopfung.

Die heilende Wirkung kommt von den Bitterstoffen der Pflanze, die die Verdauung fördern, den Magen beruhigen, den Gallenfluss anregen. Bitterstoffe sind chemisch sehr heterogen und kommen in sehr vielen Pflanzen vor. In der Natur bewahren sie ihre Träger davor, von Weidetieren oder Raupen gefressen zu werden.




Die Wermutpflanze hat eine gräulich-grüne Farbe. Die Stängel sind dicht beblättert und behaart. Die unteren Blätter sind lang gestielt und zwei- bis dreilappig, die oberen sitzen mehr oder weniger auf dem Stängel auf und sind lanzettlich geformt. Die kleinen Blüten sind gelb und behaart. Sie sind in bis zu 30 cm langen Rispen verbunden. Wermut kommt in den gemäßigten Zonen Europas und Asiens vor und wächst auf trockenen sandig-lehmigen Böden.

Und ein Wermutstropfen kann einem alles Süße vergällen.

Die grüne Fee

So bitter der Tee, so süß der Likör: Wermut ist die Basis für ein Getränk, das einen mythisch-verruchten Ruf hat, Absinth.


Absinth war im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor allem in Frankreich die Droge der Künstler und Kreativen. Vincent van Gogh ist ein bekanntes Beispiel, aber auch Henri de Toulouse-Lautrec, der einen "Absinth-Trinker" malte. Auch Picasso porträtierte verschiedene Absinthtrinkerinnen. Unter den Schriftstellern tat sich auch Ernest Hemingway hervor. Aber der trank eh alles, was Promille hatte. Die Absinthtrinkerin unten stammt von Marcel Prunier aus dem Jahr 1926:




Absinth wird aus einem Destillat der Wermutpflanze hergestellt. In das Destillat gelangen nur die süßlichen ätherischen Öle, nicht die Bitterstoffe. Deshalb schmeckt Absinth nicht bitter. Die ätherischen Öle enthalten allerdings Thujon, ein Nervengift, dem man die zersetzende Wirkung des Absinth einst zugeschrieben hatte. In geringer Dosis ist Thujon nicht giftig; außer im Wermut kommt es in vielen anderen Pflanzen vor, zum Beispiel im Rosmarin oder Basilikum und in der Thuja. Daher stammt auch sein Name.

Thujon kann in hohen Dosierungen Magen- und Darmprobleme bereiten, bei hoher Überdosis auch Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Ob es aber das Thujon war, dem der Absinth seine Zerstörungskraft verdankte, ist unwahrscheinlich. Dem Absinth wurden zwar auch Gifte wie Arsen oder Antimoniumsalze zugesetzt, die ihm seine grüne Farbe gaben - "die grüne Fee" hieß der Absinth in Frankreich. In Wirklichkeit aber war die Ursache äußerst banal: die Freunde des Absinth waren einfach Säufer! Absinthschnaps kam in einer Konzentration von um die 90 (Alkohol-)% in den Handel. Er wurde mit Wasser verdünnt. Doch diese Verdünnung haben viele nicht sehr weit getrieben: Toulouse-Lautrec soll seinen Absinth gleich mit Cognac gemischt haben. Heute ist Absinth wieder im Handel, nachdem er lange verboten war. Die Thujonkonzentration ist allerdings gering.


Wüsten-Beifuß Artemisia tridentata

....where the deer and the antelope play

Artemisia tridentata, der Wüsten-Beifuß oder Wüsten-Salbei, bedeckt den halben nordamerikanischen Kontinent. Sein englischer Name lautet sagebrush, Salbeibusch, wegen seines bitterlich-aromatischen Dufts. Mit der Salbeipflanze ist er in Wirklichkeit nicht nahe verwandt.

Der graugrüne, ein Meter hohe Busch wächst im Trockengürtel des nordamerikanischen Westens, besonders Utah, Wyoming, Montana, den Dakotas, Texas, Kalifornien, aber auch in Mexiko und der kanadischen Prärie. Die typischen sonnenverbrannten, spärlich bewachsenen Gegenden der klassischen Westernfilme sind oft solche sagebrush flats.




Blätter und Blüten des Wüstensalbeis sind behaart, die Blätter an ihrem Ende dreifach gelappt, daher der Artname tridentata. Auch seine Blüten sind gelb. Für das Vieh ist er kein gutes Futter, da seine Bitterstoffe auf die Pansenbakterien giftig wirken. Es gibt nur eine großen Pflanzenfresser, dem der sagebrush richtig gut schmeckt, das ist die wunderschöne Pronghorn-Antilope. Sie ist berühmt für ihre bis zu sechs Meter hohen Sprünge, mit denen sie über die Büsche schnellt. In einer der schönsten Folk-Schnulzen aus Nordamerika werden ihre Sprünge als Spiel gedeutet: http://www.kididdles.com/lyrics/h020.html .




                                      Mitten in der Lieblingsspeise: Pronghorn-Antilope

Donnerstag, 15. September 2011

Akazie

Akazie Acacia sp.





































Dies Tier wird Giraffe genannt.
Es lebt in Afrikaland.
Sein langer Hals, der ist gewiss,
Viel länger als ein Bratenspieß.
Damit es vom Akazienstamm
Die hohen Blätter fressen kann.
Aus einem Kinderbuch

Aus gegebenem Anlass - unsere Reise nach Tanzania im August - stelle ich diesmal drei afrikanische Akazien vor.

Akazien gehören zu den Mimosengewächsen. Es gibt weltweit etwa 1200 Arten von Akazien, sie leben in den tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas, Asiens und Australiens. In Ostafrika sind sie landschaftsprägend und die Nahrungsbasis für eine Vielzahl kleiner und großer Tiere. Die „Akazie“ unserer Breiten gehört nicht dazu, sie heißt eigentlich Robinie, kommt ursprünglich aus Nordamerika und ist mit den echten Akazien entfernt verwandt.

 Schirmakazie Acacia tortilis

Die Schirmakazie ist so etwas wie ein Wahrzeichen Afrikas, ihr Anblick gibt dem Betrachter Gewissheit, in den Savannen Ostafrikas zu sein.


Die Schirmakazie ist an der Form ihrer Krone leicht zu erkennen. Sie ist äußerst trockenheitsresistent und überlebt auch in Halbwüsten. Dort tritt sie nur mehr als etwa 1 m hoher Busch auf. Sie ist, wie viele andere Akazien auch, mit doppelt gefiederten Blättern versehen und mit langen weißen Dornen. Außerdem besitzt sie auch oft noch kleinere, gekrümmte Stacheln.
  


Sie bringt weiße, sehr aromatisch riechende Blüten hervor, aus denen gekrümmte Schoten hervorgehen. Diese Schoten sind für viele Pflanzenfresser der Savanne eine begehrte Eiweißquelle – für Antilopen, Klippschliefer, Nashörner, Giraffen, Elefanten. Letztere gehen die Schirmakazie auch noch ganz anders an: sie reißen die Rinde auf und fressen den darunterliegenden Bast. Überall in der Savanne sieht man geschälte Akazien, oft sind ganze Bestände betroffen. Die Elefanten reduzieren die Schirmakazie örtlich sehr stark. Die Befürchtung, dass eine zu große Elefantenpopulation die Akazien ausrotten würde, ist heute widerlegt. Elefanten verlassen geschälte Akazienbestände; geschädigte Flächen erholen sich. In ostafrikanischen Nationalparks wie der Serengeti lassen sich viele Elefanten neben geschälten und/oder intakten Akazien beobachten. Auch im nur 300 qkm großen Lake Manyara Nationalpark lebt eine große Elefantenpopulation inmitten eines intakten Waldgebiets. Dort entstand die berühmte Studie „Among the Elephants“ (1978) von Iain Douglas-Hamilton.






Außer ihren Dornen besitzt die Schirmakazie noch andere, viel raffiniertere Waffen zu ihrer Verteidigung. Ein Baum, an dem gefressen wird, scheidet das Gas Ethen (früher Ethylen) aus, ein Pflanzenhormon. Der Senderbaum und die Empfängerbäume in der Nähe produzieren daraufhin Gerbstoffe, Tannine, in ihren Blättern. Die machen die Blätter weniger schmackhaft, in hohen Konzentrationen ungenießbar oder sogar giftig. Fressende Tiere bewegen sich deshalb  immer entgegen der Windrichtung von Baum zu Baum. Ethen ist ein häufig vorkommendes Pflanzenhormon. Orangen z.B. senden es aus und synchronisieren so die Reifung aller Früchte an einem Baum und an den Nachbarbäumen. Ethen ist auch der Grund, warum man verschiedene Obstsorten nicht in einer Schale aufbewahren soll, will man verhindern, dass die Früchte verderben.

Flüsterakazie Acacia drepanolobium

Sie hat noch andere Waffen im Ökokrieg gegen Giraffen - Untermieter, die ihr Heim mit Zangen und Säure verteidigen: kleine aggressive Ameisen. Sie wohnen in schwarzen Gallen, Schwellungen an der Basis der Dornen. Diese Gallen haben kleine Löcher und einen hohlen Kern: wenn der Wind über sie streicht, entsteht ein pfeifendes Geräusch, das der Flüsterakazie ihren Namen gab. Giraffen können die Bisse der Ameisen eine Zeitlang aushalten, lassen aber ab, wenn die Bisse zu heftig werden.


Die Flüsterakazie ist meist nur ein kleiner Strauch. Ihr Holz ist sehr hart und resistent gegenüber Termiten. Das unterscheidet sie von der Schirmakazie, deren Holz von Termiten und Käfern besiedelt und durchlöchert wird. Deshalb haben Elefanten keine Schwierigkeiten, auch größere Bäume umzudrücken. Nach einem Buschfeuer treibt sie leicht wieder aus dem Wurzelstock aus. Diese Fähigkeit macht sie örtlich auch zu einem wichtigen Rohstoff für Brennholz und Holzkohle. Abgehackte Stämme wachsen aus der Wurzel wieder nach. Die Zweige der Flüsterakazie dienen oft als Dornenzaum um Dörfer und Viehpferche, als äußerst effiziente Verteidigung gegen nächtens sich anschleichende Raubtiere.


Gelbrinden – oder Fieber–Akazie Acacia xanthophloea

Sie ist durch ihre gelbliche Rinde unverkennbar, hat doppelt gefiederte Blätter, gelbe Blüten und weiße Dornen. Die Fieberakazie wächst an feuchten Stellen, in Sümpfen und am Ufer von Bächen und Flüssen. Die ersten europäischen Siedler verbanden sie mit dem Auftreten des tropischen „Fiebers“, also der Malaria, deshalb ihr Name. Der Überträger der Malaria, die Anopheles-Mücke, kommt ebenso in feuchten Gegenden vor. Die Rolle der Anopheles als Überträgerin der Malaria wurde erst im 20. Jahrhundert aufgeklärt.

Im Ngorongoro-Krater gibt es keine Giraffen, da es keine Akazien gibt. Nur im lichten Lerai-Forest stehen einige Fieberakazien: